Mal „kurz“: Die Geschichte der USA – Teil I

de Folgender Artikel wurde jetzt ursprünglich im Zuge des Artikels zum Selbstverständnis der USA geschrieben. Es stellte sich aber heraus, dass ich mich einfach nicht kurz fassen kann. Daher gibt es die Geschichte der USA nun als eigenständigen Artikel über zwei Teile Emoji Smiley-06

Hier wird nun also die Besiedlung des amerikanischen Kontinents bis zum beinahe heutigen Tage aufgearbeitet. Nicht wundern, der Artikel ist nicht wirklich neutral oder sarkasmusfrei geschrieben. Wer eine gänzlich wertlose Darstellung der Geschichte der USA lesen möchte, sollte diese also woanders suchen. Übrigens, wer auf eine kurze Zusammenfassung hofft und die Bedeutung von Anführungsstrichen nicht so ganz deuten kann: Folgende Ausführung zur Geschichte der USA ist ca. 10 Word-Seiten lang Emoji Smiley-13

1. Teil:

  • Entdeckung und erste Kolonisierung
  • Krieg #1: Krieg zwischen Briten und Franzosen
  • Krieg #2: Krieg zwischen Briten und Briten
  • Aus der Not wird eine Nation
  • Was tun mit der neu gewonnenen Souveränität?
  • Auf zu neuen frontiers!
  • Huch, hier wohnt ja schon jemand?! Und sonst so? Mal wieder Krieg.
  • Das mit den Sklaven, ne? Das muss ja nicht sein.
  • Und dann kam Abraham … Und endlich wieder Krieg!
  • Yay! Wir sind eine Nation! … Und jetzt?
  • Es ist mal wieder Krieg

2. Teil →:

  • Kommunismus  und Prohibition  – schlimmer geht’s nicht
  • Schlimmer geht immer: Die große Depression
  • Es muss doch mal bergauf gehen: Der New Deal
  • Kriiiiiiiiiiiiiiiiiiiiieg!
  • Krieg – aber nicht so richtig
  • Kommunismus eindämmen oder zurückdrängen?
  • Nicht nur Kommunismus, auch Rassismus ist ein Problem
  • Es formt sich Widerstand: Die Bürgerrechtsbewegung entsteht
  • Krieg im beschaulichen Vietnam
  • Jaja, dieser Reagan & dieser Clinton
  • 11. September 2001
  • Völkerrecht? Iss mia egaaaaal

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Entdeckung und erste Kolonisierung

Bereits im 14. Jahrhundert wurde Amerika entdeckt. Da sich den Entdeckern aber nur menschenleeres, braches Land zeigte, hatte niemand Interesse sich dort niederzulassen. Im 16. Jahrhundert verschlug es dann aber englische Puritaner über den Atlantik zum „neuen Land“, da sie einen Platz für sich und ihre Religion suchten, den sie im Königreich aufgrund andersläufiger religiöser Tendenzen dort nicht ausleben konnten. Gerade die Puritaner zeichneten sich in ihrem Glauben dadurch aus, dass sie in der Gemeinschaft lebten, sich selbst versorgten und generell ihr Leben stark an Gottes Gedanken auslegten. Da es im „neuen Land“ keine Regierung, keine Verwaltung und generell keine andere Obrigkeit, außer Gott gab, hatten sie hier also ihr perfektes Plätzchen gefunden.

Krieg #1: Krieg zwischen Briten und Franzosen

Immer mehr Kolonien entstanden, da auch Menschen aus anderen Ländern jenseits des Atlantiks rüberschipperten. Da man sich natürlich in Glaubensfragen nicht immer 100%ig einig war, entstanden viele einzelne Kolonien. Als die Briten Mitte des 17. Jahrhunderts im Krieg standen mit Frankreich, hatte dieser Krieg unter anderem mit Konflikten in Amerika zu tun, sodass auch hier ein Krieg zwischen beiden Kolonien entstand. Kurz und knapp: Am Ende verloren die Franzosen („nä, sag  bloß!“ Emoji Smiley-23) und aufgrund der hohen Kriegskosten hatte die britische Regierung nun ihre liebe Sorge, das Geld dafür wieder in die Staatskassen zu scheffeln. Da sich mittlerweile eine beachtliche Anzahl von britischen Siedlern in Amerika niedergelassen hatte, entschied sie (ohne dass die Siedler im Parlament eine Vertretung hatten), dass eben jene Siedler auch Steuern an die britische Regierung zahlen sollten, da sie ja (laut Meinung der Regierung) eben zu Großbritannien gehöre. In diesem Zusammenhang wurde auch der bekannte Ausspruch seitens der Siedler „no taxation without representation“ geboren – man solle doch keine Steuern zahlen müssen, wenn man seine Interessen im Parlament nicht durch eine ständige Vertretung („representation“Smilie: ;) vertreten kann.

Krieg #2: Krieg zwischen Briten und Briten

Da man ja eben aus dem Grund, dass man keine Obrigkeit neben Gott dulden wollte, nach Amerika aufgemacht hatte, weigerten sich die Siedler entsprechend d’accord zu gehen. Nun war die britische Regierung darüber not amused und zack – Krieg! Diesmal ging es für die Siedler um nichts weniger, als ihre Unabhängigkeit (die von Anfang an ihr grundlegendes Ziel war) zu verteidigen bzw. zu etablieren und für die Regierung ging es um nichts weniger, als ihr Gesicht zu wahren. Als dieses Problem also nicht zufriedenstellend gelöst werden konnte, dachte sich die Regierung dann: „Dann müsst ihr jetzt aber für die Ausfuhr von Tee ordentlich Zoll zahlen!“ Und wenn man den Briten den Tee wegnimmt bzw. unnötig teuer macht, brauch man sich ja jetzt auch nicht wundern! Jedenfalls waren die so sauer, dass die bestimmt sogar ein Schild gemacht haben! Und so begann der amerikanische Unabhängigkeitskrieg.

Aus der Not wird eine Nation

Das Kräfteverhältnis zwischen beiden Kriegsparteien war recht unausgeglichen, da die regierungsseitigen Armeen natürlich ungleich größer waren, als die der Siedler, die im Endeffekt gar keine Armee hatten, sondern sich selbst verteidigen mussten. Daher kamen erste Unternehmungen auf, dass sich alle Kolonien gegen die Unterdrückung durch die britische Regierung wehren und man gemeinsam kämpfen solle. Am Ende einigte man sich auf eine gemeinsame Armee und Marine. Oberbefehlshaber war dieser gewisse George Washington. Zeitgleich machte sich ein gewisser Thomas Jefferson daran, diese neugewonnene Einigkeit auf ein Blatt Papier mit ein paar zusätzlichen Sätzen zu schreiben. Siehe da! Zack! Declaration of Independence – die Unabhängigkeitserklärung war geschrieben und man war nun fortan nicht mehr ein Satz aus vielen Kolonien, sondern Amerika. Und ihre Bewohner waren Amerikaner. Das einschlägige Datum für dieses historische Ereignis ist, natürlich, der 4. Juli 1776.

Was tun mit der neu gewonnenen Souveränität?

Da man ja nun die Anfänge einer Nation geschaffen hatte, war es fortan auch nötig, dass diese verwaltet und regiert wird. Hier traf man auf die ersten Probleme, denn viele sahen in einer Regierung ja wieder das gleiche Problem vor sich: Der Verlust der eigenen Unabhängigkeit und Unterdrückung. Auf der anderen Seite gab es solche, die Vertrauen in eine mögliche Regierung hatten und der Meinung waren, dass dieses Land nur dann florieren kann, wenn man entsprechende Regeln aufstellt und diese auch einhält. Diese zwei sehr unterschiedlichen Standpunkte waren quasi die Geburt des heutigen 2-Parteiensystems in den USA. Die Republikaner vertreten heute noch die Meinung, dass möglichst wenig Regulierung zielführend ist und ein Mensch für sich selbst einstehen muss, da ihm grundsätzlich alle Mittel dazu schon zur Verfügung stehen. Während die Demokraten von einer Regierung erwarten, dass das Volk in vielerlei Hinsicht durch die Regierung unterstützt wird, sei es durch soziale Reformen, als auch durch Regularien, die das Individuum stärken und Unternehmen in ihrem Streben nach Gewinnmaximierung regulieren. Nichtsdestotrotz, wie man heute sehen kann, haben sie sich auf eine Regierung geeinigt und der erste amerikanische Präsident, dieser gewisse George Washington, wurde gewählt.

Auf zu neuen frontiers!

Nun waren also quasi alle glücklich und wohin mit dem Glück? Nun! Kinder kriegen! Und so wuchs die amerikanische Bevölkerung rasant und so groß das Land auch ist, damals wurden ja nur die östlichen Staaten „benutzt“ und alles jenseits der Appalachen war quasi noch gar nicht erschlossen. Die gebährfreudigen Amerikaner hatten also irgendwann keinen Platz mehr und zogen fort, um sich im Westen wieder neuen Grund zu erschließen. Da gab es nur ein „Problem“:

Huch, hier wohnt ja schon jemand?! Und sonst so? Mal wieder Krieg.

Plötzlich stellte sich heraus, dass es dort diese Indianer gibt, die sagen, dass ihnen dieses Land schon gehört und die das nicht mal eben so weggeben wollen. Hier zeigt sich ein Grundsatz, der auch noch hunderte Jahre später aktuell bleiben wird. Das Credo der Amerikaner war (spitz gesagt) von je her: „Freiheit und Unabhängigkeit für jeden … der es unserer Meinung nach verdient“. So auch hier. Eine der größten Zeitungen zu der Zeit lässt sich zitieren mit (übersetzt und paraphrasiert): „Es widerspricht unserer Überzeugung und dem gesunden Menschenverstand, dass man den Indianern so feines Land überlässt, nur damit sie mit Pfeil und Bogen schiessen und Menschen skalpieren können. Wir müssen ihnen das Land wegnehmen“ (Boyer, Paul S., et al. The Enduring Vision: A History of the American People. Ed. Pat Coryell. 4th ed. Boston: Houghton Mifflin Company, 2002. S. 337). Nun, und so taten sie, wie wir aus der Geschichte wissen. Es gab u.a. den sogenannten Seminolenkrieg, bei dem die indianische Bevölkerung aus dem Raum Floridas unter Beschuss kam. Neben anderen Kriegen, z.B. gegen die Spanier, die sich im Westen Amerikas niedergelassen hatten, kam es zu ersten außenpolitischen Näherungen zwischen den Briten und den Amerikanern.

Da die Briten auch ihre lieben Sorgen mit anderen Mächten auf dem europäischen Kontinent hatten, einigten sie sich beide Mächte in der Monroe-Doktrin darauf, dass Europa den Europäern gehöre (also Amerika keinerlei Gebietsansprüche jemals stellen würde), gleichzeitig Amerika (und dazu gehört der gesamte Kontinent, inklusive Südamerika) aber den Amerikanern gehöre. Das sollte also sicherstellen, dass sich das starke Europa auf der anderen Seite des Kontinents nicht einmischt. Jetzt hatte man da ja aber noch das Problem der Besiedlung aller Gebiete der USA, die hier und da ja schon durch Völker bewohnt wurden und da reichte die Monroe-Doktrin zur Rechtfertigung allein nicht aus. Also wurde das „Manifest Destiny“ hinzugezogen. Diese besagt, dass es Gottes Wunsch bzw. Gottes Vorhersehung ist, dass das Amerikanische Volk, was ja in seinen Grundfesten gegründet wurde, um Gott besser zu dienen, nach Westen expandieren und das gesamte Land vereinnahmen solle. Und so wurden Grenzen überschritten und der Wille Gottes und der der Amerikaner letzten Endes bis zum Pazifik getragen.

Das mit den Sklaven, ne? Das muss ja nicht sein.

 Jetzt hatten sie also ganz viel Platz und mussten diesen ja irgendwie sinnvoll verknüpfen. Also wurden Eisenbahnen gebaut und Straßen, etc. pp. Die Industrialisierung schritt voran und neben kleineren Konflikten hatte man eigentlich schon länger keinen Krieg mehr gehabt. Zu der Zeit zeigte sich folgendes Bild in den USA: im klimatisch raueren Norden bildeten sich größere Städte, in denen die Industrialisierung stark voran schritt und die eine hohe Immigrantenrate hatten, weil viele Europäer nach Amerika übersetzten, nachdem sie vom gelobten Land gehört hatten. Diese siedelten sich in Städten nieder, wo es Arbeit und Unterkunft gab. Im heißen Süden hingegen gab es eine Vielzahl an Großgrundbesitzern, die im Grunde genommen sich selbst versorgten bzw. ihre Güter verkauften. Durch die klimatischen Verhältnisse wurde insbesondere Baumwolle in rauen Mengen produziert. Da diese Art der Feldarbeit sehr viel und sehr schwere Arbeit ist, wurden schon vor längerer Zeit dort Sklaven aus Afrika eingesetzt, die eben jene Arbeit verrichten sollten. Für die Großgrundbesitzer war das der einzige Weg, ihren Besitz weiterhin zu halten oder gar zu erweitern. Es fanden sich quasi keine weißen Amerikaner, die diese Arbeit auf sich nehmen wollten (nicht, dass die Sklaven gefragt wurden, ob sie wollten und eine Wahl gehabt hätten). Im Norden wurden Sklaven quasi nicht benötigt, da die Industrialisierung die schwere, körperliche Arbeit abnahm. Es kam zu immer größeren Konflikten in genau dieser Frage und die Regierung musste sich dem Problem annehmen. Amerika war bisher so föderal aufgebaut, dass jeder Staat selber über solche Geschicke entscheiden konnte und die Regierung nicht reinzureden hatte. Noch Mitte des 18. Jahrhunderts kam man den Sklavenhaltern entgegen und untersagte die Möglichkeit für Sklaven jemals amerikanische Staatsbürger zu werden. Weiterhin wurde ein Gesetz verabschiedet, was die Abschaffung von Sklaverei verbietet, weil diese einen zu großen Einschnitt in die Rechte derer, die Sklaven hielten, bedeuten würde.

Und dann kam Abraham … Und endlich wieder Krieg!

Kurz nachdem eben jene Gesetze in Kraft getreten sind, wurde dieser gewisse Abraham Lincoln zum neuen Präsidenten gewählt. Dieser Mann war tatsächlich mal gegen Sklaverei und kaum war klar, dass er die Geschicke aller Bundesstaaten lenken würde, dachten sich eben jene im Süden: Ohne mich! Schwupps! Eins nach dem anderen verließen die Südstaaten den Staatenbund der Vereinigten Staaten von Amerika und gründeten dort im Süden einen neuen, eigenen Staatenbund: Die Konföderierten Staaten von Amerika. Im Zuge der Sezession (Abspaltung) dieser Staaten kam es dann auch zum Sezessionskrieg besser bekannt als Amerikanischer Bürgerkrieg. Nun konnte sich der Norden und der Süden endlich (u.a.) wegen der Sklavenfrage die Köppe einschlagen. Nur zu sagen, es ging um die Sklaven, stimmt aber auch nicht. Im Kern ging es für den Süden um die Souveränität ihrer Staaten und das Recht auf Selbstbestimmung. Der Norden wollte ein vereinigtes Amerika, in dem jeder den Gesetzen folgt. Für Abraham Lincoln und viele andere ging es weiterhin um die Frage, wie eine Demokratie auf lange Sicht bestehen könne, wenn eine Minderheit, die ihren Willen nicht bekommt, weil sie durch eine Mehrheit überstimmt wurde, einfach aus der Demokratie austräte und ihr eigenes Ding mache. Es ging also um nichts weniger, als die Art und Weise, wie dieses Land, seine vielen Staaten und damit diese Nation in Zukunft zusammenleben soll. Der Krieg dauerte vier Jahre und an dessen Ende hatte der Norden gewonnen. Im selben Zug wurde der 13. Zusatzartikel zur Verfassung hinzugefügt, der Sklaven zu freien Bürgern machte. Wie wir heute wissen, wurde so die Sklaverei zwar offiziell beendet bzw. schlichtweg illegal gemacht, was die Rechte und Möglichkeiten von Schwarzen betraf, würde es noch über hundert Jahre dauern, bis diese langsam aber sicher mit Weißen gleichgestellt wurden, auch wenn es ein bis heute andauernder Prozess ist.

 Yay! Wir sind eine Nation! … Und jetzt?

Tja, was soll man tun, nachdem man sich jahrelang die Köppe eingedroschen hat und einer ein beleidigter Verlierer ist und die anderen mit stolzgeschwellter Brust ihren Willen bekommen haben? Erstmal nach Westen ziehen, Indianer vermöbeln, Spanier, Mexikaner und sonstige Völker auch vermöbeln, hier und da auch sich gegenseitig vermöbeln, es geht schließlich um Landbesitz, Gold suchen und den Wilden Westen gab es auch noch. Was sonst noch geschah? Weitere Industrialisierung, Aufbau des Südens, da dieser durch die verlorene Sklaverei ja nun einiges an Wirtschaftskraft verloren hatte. Gegen 1890 hatte man alle Gebiete der USA erschlossen und brauchte nun erstmal niemanden mehr zu vermöbeln. Man hatte jetzt also mal den Kopf frei, über die Landesgrenzen hinaus zugucken. Dafür wurden verschiedene kleinere Ideologien ins Spiel gebracht, in denen die USA für sich selbst ihren Wirkungskreis auf alle amerikanischen Länder erweiterte. Zum Einen gab Roosevelt die sogenannte Roosevelt-Corollary raus, die als Erweiterung zur Monroe-Doktrin (wir erinnern uns: Europa den Europäern, Amerika den Amerikanern) zu verstehen war. Darin postulierte er die USA eigenhändig zur „Weltpolizei“, die, sofern agitiert genug, für demokratische und gesellschaftlich ruhige Verhältnisse in eben jenen Amerikanischen Ländern eintreten würde.  Und sei es mit Gewalt! Das kam zu der Zeit gar nicht mal so gut an, selbst innerhalb der USA. Etwas seichtere Töne schlug Roosevelt dann mit seiner Politik des „Big Stick“ an, die darin bestand, dass man auf Diplomatie und gute außenpolitische Beziehungen setzte, aber gleichzeitig eine mächtige Armee und Marine aufbaute um dem Gesprächspartner zu zeigen: „Du bist besser mal kompromissbereit, sonst … ne? Siehste dat? Flugzeugträger! 400 Stück!“ (Jaja ich weiß, die hatten damals noch keine Flugzeugträger.) Jedenfalls ist das für mich ein Stück weit der Beginn der Zeit, in der die USA mit stolzgeschwellter Brust in der Welt vorangehen wollten, weil sie der Meinung waren, sie hätten den Auftrag und die Fähigkeiten dazu. Näheres dazu gibt es in diesem Artikel betrachten, wo ich versucht habe, alle historischen Ereignisse zum Selbstverständnis  der USA, wie wir es heute kennen, zusammenzufassen.

Es ist mal wieder Krieg

Nach ein paar relativ unspektakulären Jahren, traten die USA dann 1917 gegen das Deutsche Reich in den ersten Weltkrieg ein. Gründe dafür waren die groß angelegten Ansprüche Deutschlands, die ja in ihrer vollkommen verwirrten Birne meinten, quasi irgendwann die ganze Welt regieren zu wollen. Das ließ sich nun mit den Amerikanern gaaaanz schlecht übereins legen. Da hier und da auch hegemoniale Ansprüche in Latein- oder Südamerika aufkamen, war das Fass voll für Präsident Woodrow Wilson und et gab ma widder Krieg. Diesmal wenigstens nicht auf dem eigenen Kontinent. Gerade der Fakt, dass amerikanische Soldaten fernab von Amerika kämpfen und sterben sollten, war für viele Amerikaner ein Unding. Zu dieser Zeit hielt sich noch eine stark isolationistische Haltung in der Bevölkerung. Zwar gab es für Gesamt-Amerika einen gewissen Schutzanspruch, der sollte aber laut der Mehrheit nicht für Europa oder andere Kontinente gelten. Durch die Drohgebärden der Deutschen, kam es dann aber doch zum Kriegseintritt, auch wenn das Sterben von Soldaten zu diesem Zwecke weiterhin sehr negativ aufgefasst wurde. Die USA halfen dabei maßgeblich den Franzosen an der Westfront und trugen dazu bei, dass der Krieg 1918 mit der Niederlage des Deutschen Reiches zu Ende ging. Damit fingen die Probleme für die USA aber erst richtig an.

Hier geht’s zum 2. Teil →

Kategorie(n): Geschichte

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