Hot Chicken Wings

de Es gibt eine Sache, die ich an den USA geliebt habe: das Essen. Burger, Steaks, Torten, Cookies, japanisches Essen, hausgemachtes Essen mit 3 (ungelogen) Sticks Butter oder Chicken Wings. Das alles fehlt mir wirklich sehr. Von all den Dingen fehlten mir die Chicken Wings am meisten. Nirgendwo in Deutschland kriegt man die Dinger so, wie sie dort serviert werden. Nachdem frittieren werden sie noch in eine Sauce deiner Wahl geworfen und du kriegst eine riesen Schweinerei serviert, die himmlisch schmeckt. Ich habe viel gegoogled und ausprobiert und habe nun endlich einen Weg, die Chicken Wings so hinzubekommen, wie ich sie in meinem Lieblingsladen in Greensboro bekommen habe Emoji Smiley-04

Hot Chicken Wings aka Riesenschweinerei

So, das brauchen wir für eine Portion, von der Silvia satt wird:

  • 16 unmarinierte (!) Chicken Wings bzw. Drumsticks
  • a bissl Mehl
  • Knoblauchpulver
  • Cayenne Pfeffer
  • Salz, Pfeffer
  • 1cm-Streifen Butter (keine Ahnung, wie viel das in Gramm ist)
  • Chili-Sauce nach Wahl (ich nutze Sriracha)
  • Salsa Sauce (wer die nicht mag, kann auch Tomatenmark oder eine andere tomatenlastige Sauce benutzen, die einem schmeckt)
  • Gewürze nach Wahl

Kurz mal zur Anatomie des Fleisches:

Die Bestandteile eines Chicken Wings

In Deutschland kriegt man im Laden häufig die Wings, wo Flats und Drumettes (oder Drumsticks) noch zusammenhängen. Tips sind meist schon entfernt. Jetzt werden die Wings besser, wenn man die Flat und Drumsticks noch voneinander trennt. Das macht man, in dem man die Haut dazwischen erst aufschneidet und dann mit etwas roher Gewalt (der Part macht echt nicht sooviel Spaß, muss ich zugeben) daran rumzerrt, bis man es mit einem großen Messer durchteilen kann. Alternativ findet man einen Laden, bei dem die Wings schon einzeln verkauft werden.

Ofen auf 200-220° Ober-Unterhitze vorheizen. Bei mir werden sie bei 220° knuspriger, das ursprüngliche Rezept sieht aber nur 200° vor. Kommt also auf euren Ofen an. Als nächstes die Wings abtupfen. Dann Mehl mit Knoblauchpulver, Salz, Pfeffer und Cayenne Pfeffer mischen. Die Menge ist hier stets nach Gusto. Übertreiben sollte man es nicht, der eigentliche Geschmack kommt ja durch die Sauce später. Dann die Wings großzügig darin wenden und auf ein mit Alufolie bedecktes Backblech legen. Warum ich kein Backpapier benutze, weiß ich nicht. Vielleicht geht das auch Emoji Smiley-01 Dann rein in den Ofen und erstmal 20 Minuten drin lassen.

Nach 20 Minuten die Dinger einmal wenden und nochmal 10-15 Minuten drin lassen. Nun kann man sich an die Sauce machen. Den Streifen Butter gaaanz langsam in einem Topf schmelzen und vom Herd nehmen, wenn es soweit ist. Nun einfach die ganzen Saucen nach Gusto reinhauen und gut verrühren. Ich nehme als Basis immer die Salsa Sauce, bis ich einen leichten bis mittleren Rotton von der Farbe der Sauce her erreiche. Dann kommt sehr scharfe Sriracha Sauce dazu, bis ich den richtigen Schärfegrad habe. Am Ende hat man ein paar Esslöffel der Sauce, was vollkommen ausreicht. Wenn die Wings  von der Bräune und Knusprigkeit her perfekt sind, haut sie direkt in den Topf und wendet sie darin, bis alle schön beschmiert sind. Ab hier beginnt der Spaß! Emoji Smiley-01

Ich mache mir dazu gerne noch einen Dip bzw. Dressing. Habe mich zuletzt an selbst gemachtem Ranch Dressing versucht, aber bisher noch nicht das perfekte Rezept gefunden. Entweder bestelle ich mir demnächst das Original im Internet oder ich finde eine andere Sauce, die einfach gut dazu passt. Hier muss jeder selber wissen, was für ein Dressing er mag. Soll auch Menschen geben, die dazu gerne Blue-Cheese-Dressing essen, was für mich reine Blaspemie am Chicken Wing ist Emoji Smiley-06

Also, haut rein!

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.